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Tagesklinik des Zentrums für psychotische Erkrankungen

Was bedeutet Tagesklinik?

Eine tagesklinische Behandlung (auch teilstationäre Behandlung genannt) bedeutet eine tägliche Therapiezeit von 8.00 - 16.00 Uhr, am Wochenende von 10.00 - 14.00 Uhr. Die Patienten übernachten also täglich zuhause.

An wen richtet sich das Angebot der Tagesklinik?

In der Tagesklinik werden seelische Krisen und Erkrankungen des Erwachsenenalters (außer Suchterkrankungen) behandelt. Das Angebot der Tagesklinik richtet sich besonders diejenigen Patienten, deren Schweregrad der Erkrankung aktuell eine vollstationäre Therapie nicht erforderlich macht und die der Anforderung der täglichen Anfahrt gewachsen sind. Ferner ist das Angebot einer tagesklinischen Behandlung häufig ein guter Zwischenschritt, um im Anschluss an eine vollstationäre Behandlung die weitere Stabilisierung zur Vorbereitung auf die ambulante Weiterbehandlung zu erreichen.

Was bietet die Tagesklinik?

Die Tagesklinik bietet ein intensives und anspruchsvolles Therapieprogramm, bei dem sich die die Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit verpflichten. Das Angebot der Tagesklinik besteht aus verschiedenen Therapiesäulen:

  • Ärztlich-psychotherapeutische Behandlung (medikamentöse Therapie, ärztliche und psychologische Einzel- und Gruppengespräche)
  • Umfangreiche Gruppentherapien
  • Sozialdienstliche Beratung (z.B. bei Problemen am Arbeitsplatz oder mit Behörden), falls erforderlich auch in enger Zusammenarbeit mit externen Fachdiensten
  • Stabilisierung und Vorbereitung für Rehabilitationsmaßnahmen
  • Planung und Vorbereitung der ambulanten Weiterbehandlung

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Vorteile der Behandlung in einer Tagesklinik

Eine tagesklinische Behandlung bietet Patienten die Möglichkeiten einer intensiven Therapie ohne aus ihrem privaten Umfeld gerissen zu werden. Durch die tägliche Anfahrt und das Therapieprogramm sind zwar die Anforderungen für die Patienten zunächst höher, allerdings lässt sich dadurch auch besonders gut der Therapiefortschritt hinsichtlich einer ausreichenden Stabilität für die ambulante Weiterbehandlung trainieren. Der Kontakt zum gewohnten Umfeld bleibt bestehen und auftretende Probleme können direkt in der Tagesklinik besprochen werden.

Ein besonderer Vorteil der tagesklinischen Behandlung liegt in den umfangreichen Möglichkeiten zur Durchführung von Expositionstrainings. Es handelt sich hierbei um eine besonders effektive Methode in der Therapie von Angst- und Zwangsstörungen (beispielsweise Bahnfahrten oder große Menschenmengen), indem die Betroffenen sich den Angstauslösenden Situationen unter therapeutischer Begleitung stellen können. Im besten Fall kann somit ein komplettes Ausbleiben der Angstsymptomatik erreicht werden. Entsprechend können Betroffene durch regelmäßig durchgeführte Tagesexpositionen eine ganz neue Vorstellung von Lebensqualität erhalten.

Hierzu zählen unter anderem auch unsere regelmäßigen Außenaktivitäten, welche wöchentlich mit der gesamten Gruppe außerhalb der Klinik z.B. in Form von Museumsbesuchen stattfinden. In diesem Rahmen werden auch mehrfach im Jahr Fahrten in andere Städte oder zu Freizeitparks bzw. Theater- und Musicalaufführungen organisiert.

Wie kann ich in der Tagesklinik aufgenommen werden?

Im Regelfall findet zunächst ein Vorgespräch mit dem Stationsarzt/-ärztin statt. Wenn im Vorgespräch eine tagesklinische Behandlung für sinnvoll befunden wurde, erfolgt eine zeitnahe Terminvergabe zur Aufnahme. Termine hierfür können telefonisch unter den seitlich angegebenen Kontaktdaten vereinbaren.