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Psychosoziales Zentrum (LVR-PSZ)

Ängste nehmen und Zuversicht geben - Psychosoziale Patientenversorgung

Foto: Frontansicht des Psychosozialen Zentrums.
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Stehen Patientinnen und Patienten vor einem längeren Klinikaufenthalt, dann werden sie oft mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert. Dies sind einerseits Fragen des Alltags, wie beispielsweise "Wie lange wird es dauern?", "Welche Auswirkungen hat die Behandlung auf meinen Beruf?", "Welche finanziellen Folgen muss ich berücksichtigen?" oder "Wer kümmert sich um meine Wohnung?".

Andererseits setzt ein bevorstehender Klinikaufenthalt oftmals auch tiefergehende Gedanken und Ängste frei. Patientinnen und Patienten fragen nach dem Risiko der Behandlung oder wollen wissen, wie ihre Familie mit der Erkrankung und möglichen Folgen umgehen kann und soll.

Damit Fragen wie diese geklärt werden und sich Patientinnen und Patienten ganz auf ihre Genesung konzentrieren können, stellt ihnen das Psychosoziale Zentrum (LVR-PSZ), eine Einrichtung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Düsseldorf – Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungsangebot zur Verfügung.
Patientinnen und Patienten können von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr das Angebot eines multiprofessionellen Teams aus Ärzten, Psychologen, Kreativtherapeuten, Musiktherapeuten, Tanztherapeuten, Bewegungstherapeuten sowie Ergotherapeuten nutzen, um über alle Fragen, Sorgen und Nöte sprechen und mögliche Perspektiven entwickeln zu können.

Behandlung

Bereits vor der stationären Behandlung im Krankenhaus kann die Inanspruchnahme psychosozialer Versorgungsleistungen notwendig werden. Neben der Abklärung begleitender psychischer Störungen, die den körperlichen Krankheitsverlauf beeinträchtigen könnten, werden auch psychiatrisch-psychotherapeutische Elemente berücksichtigt. Eine entsprechende Beratung reduziert die Angst vor einer Operation, überprüft die Einwilligungsfähigkeit bei demenziellen Syndromen, stützt Angehörige Schwerkranker durch psychotherapeutische Gespräche und klärt Fragen durch soziale Beratung. Bei schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere auch bei einer Suchtproblematik, kann eine Beratung und diagnostische Einordnung sowie eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bereits im Vorfeld einer stationären Aufnahme zu einer Optimierung der Behandlung führen.

Daher bietet das LVR-PSZ bereits im Vorfeld einer stationären Aufnahme psychosoziale Versorgungs- und Beratungsangebote an. Wird diese Hilfe in Anspruch genommen und macht sich zu diesem Zeitpunkt eine psychotherapeutische Behandlungsbedürftigkeit erkennbar, so wird diese bereits vor dem eigentlichen stationären Aufenthalt begonnen und bei Bedarf auch darüber hinaus weitergeführt werden.

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Begleitung während eines stationären Aufenthalts

Damit bei einem stationären Aufenthalt eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet ist, werden zusätzlich zu den psychiatrisch-psychotherapeutischen Konsilen psychosoziale Konsile sichergestellt. Bei entsprechendem Bedarf werden Patientinnen und Patienten kurzfristig in kooperierende Einrichtungen, wie beispielsweise in das Tagesklinik und Ambulanzzentrum (TAZ) oder in das LVR-Klinikum Düsseldorf, übernommen. Alle psychosozialen Versorgungsangebotedes LVR-PSZ können während des stationären Aufenthaltes begleitend wahrgenommen werden.

Alltagsnahe Hilfe

Zur Sicherung der Nachsorge körperlich kranker Menschen ist der psychosoziale Versorgungsbedarf als hoch einzuschätzen. Nicht nur die verzögerungsfreie Weiterführung der bereits während des stationären Aufenthaltes begonnenen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung bei psychischer Begleiterkrankung stellt ein wichtiges Qualitätskriterium dar. Auch eine erforderliche Intensivierung des Therapieprogramms unter Berücksichtigung der psychosozialen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen sollte nahtlos an einen stationären Aufenthalt fortgeführt werden.

Hier sind neben der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung auch Maßnahmen wie ergotherapeutische Tagesstrukturierung, Anbindung an medizinische Nachsorgeeinrichtungen, kreativtherapeutische Angebote und insbesondere die enge kooperative Zusammenarbeit mit psychosozialen Versorgungseinrichtungen in der Stadt Düsseldorf ein wichtiger Baustein.

Die geeigneten Nachsorgeangebote werden entweder im LVR-PSZ selbst oder gemeinsam mit den Kooperationspartnern und Versorgungsnetzen in der Stadt Düsseldorf durchgeführt.