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Station 23 A (5112)

Unsere Station umfasst 13 Behandlungsplätze für Jugendliche von circa 14 bis 18 Jahren mit

  • Verhaltensstörungen,
  • emotionalen Schwierigkeiten,
  • Schulverweigerungen,
  • psychosomatischen Störungen,
  • Psychosen,
  • depressiven Störungen,
  • Angst- und Zwangserkrankungen und
  • tief greifenden Entwicklungsstörungen.

Für Jugendliche, die in akuten Notfällen den besonderen Schutz unseres stationären Rahmens brauchen, sind wir für das Stadtgebiet Düsseldorf und für den gesamten Kreis Mettmann rund um die Uhr zuständig. Die Behandlung erfolgt immer in enger Abstimmung mit den Jugendlichen und deren Familien beziehungsweise Bezugspersonen.
In unserer täglichen Arbeit versuchen wir bei den Jugendlichen eine Einstellung zu fördern, die eine respektvolle, wertschätzende und tolerante Haltung gegenüber sich selbst, Gleichaltrigen und Erwachsenen ermöglicht.
Der Fokus im Umgang mit den Jugendlichen wird auf der einen Seite auf die Unterstützung von Stärken und Ressourcen gelegt. Auf der anderen Seite sollen die Jugendlichen aber auch lernen, neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Die Mitarbeiter fördern die Dialogfähigkeit, das heißt eine Sprache, einen Ausdruck für innere oder/und äußere Konflikte zu finden, damit jugendliche Patienten nicht sprachlos vor Konflikten stehen bleiben.

Elterinformation der Station 5112 (23 A)

Sehr geehrte Eltern und Bezugspersonen unserer Patienten!
Wenn Ihr Kind bei uns zu einer stationären Diagnostik beziehungsweise Behandlung aufgenommen wird, wollen wir Sie über einige wichtige Dinge informieren, um die Zusammenarbeit so effektiv wie möglich zu gestalten.

Stationsteam

Die Behandlung Ihres Kindes leitet und koordiniert der Stationsarzt. In regelmäßigen Gesprächen mit Ihnen und Ihrem Kind wird der Stand der Dinge sowie Perspektiven besprochen. Den größten Teil der Zeit wird Ihr Kind vom Stationsteam, bestehend aus Sozialpädagoginnen, Krankenschwestern und -pflegern, Erzieherinnen sowie Zivildienstleistenden betreut. Rund um die Uhr leisten wir eine pädagogisch-pflegerische Arbeit, die umso erfolgreicher ist, je besser wir uns mit Ihnen austauschen. Scheuen Sie sich deshalb nicht, Anregungen, Fragen, Wünsche und so weiter zu äußern.

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Bezugsmitarbeiter

Zwei Mitarbeiter aus dem Stationsteam übernehmen den so genannten "Bezug" für Ihr Kind. Das heißt, sie organisieren/koordinieren die verschiedenen Termine (Schule, Ämter, Therapien), einer nimmt nach Möglichkeit an Perspektivgesprächen und Familientherapien teil. Sie befassen sich intensiv mit den Belangen des Jugendlichen und sind somit auch für sie die primären Ansprechpartner.

Anrufe und Besuche

Sprechen Sie bitte Besuche mit Ihrem Kind und eventuell auch mit uns ab.

Die Patienten haben verschiedene Termine, wie zum Beispiel: Schule, Therapien, Mahlzeiten, Zimmerruhe, Gruppen, Untersuchungen und so weiter. Durch vorherige Absprachen vermeiden Sie Wartezeiten oder Probleme, denn die Behandlungstermine gehen grundsätzlich vor.

Damit der Tages- und Stationsablauf nicht gestört wird, stellen wir Telefonate von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten nicht durch:

12.00 - 13.00 Uhr (Mittagessen)
13.30 - 14.30 Uhr (Zimmerruhe)
18.00 - 18.30 Uhr (Abendessen)
19.00 - 20.00 Uhr (Zimmerruhe)
20.45 - 08.00 Uhr (Nachtruhe)

Die Besuchszeit ist fest geregelt:

Dienstag und Donnerstag von 15.00 – 17.00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen nach individueller Absprache.

Außenaktivitäten und Beurlaubung

Außenaktivitäten und Beurlaubungen gehören zu unserem Konzept. Die Patienten sollen ihre Außenkontakte pflegen. Erfahrungen außerhalb der Station sind außerdem wichtig, um Belastbarkeit, Eigenverantwortung und Therapiefortschritte zu überprüfen. Um jedoch die Patienten erst einmal kennen und einschätzen zu lernen, verbringen sie in aller Regel die ersten Behandlungstage und auch das erste Wochenende auf der Station. Meist beginnend mit Gartenausgang oder kurzen Gängen (ca. 10 min.) kann Ihr Kind, soweit es dessen Befindlichkeit zulässt, bis zu zwei Stunden Ausgang täglich nutzen. Für die Wochenenden werden Belastungserprobungen mit sozialem Training angestrebt. Beurlaubungen zu anderen Personen als zu den Sorgeberechtigten müssen von letzteren ausdrücklich genehmigt werden.

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Therapien

In den Therapien mit dem Stationsarzt oder der Stationspsychologin wird mit den Patienten an der Bewältigung ihrer spezifischen Probleme gearbeitet. Neben Einzeltherapie gehören Gruppen- und Kreativtherapie zu unserem Programm. Auch Familientherapie und Elternberatung ist Bestandteil unseres Konzeptes. Der individuelle Therapieplan wird auf den Jugendlichen zugeschnitten und ist dann auch verpflichtend. Um das für den Therapieerfolg wichtige Vertrauensverhältnis aufzubauen, unterliegen Themen und Inhalte der Schweigepflicht - auch dem Stationsteam und den Eltern gegenüber. Die medikamentöse Therapie liegt in ärztlicher Hand. Bevor diese zum Einsatz kommt, werden sowohl Sie als Sorgeberechtigte als auch Ihr Kind sorgfältig informiert und um Zustimmung gebeten.

Pädagogische Gruppen

Diese Gruppen werden vom Pflege- und Erziehungsdienst angeboten und geben den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre persönlichen Interessen zu verfolgen beziehungsweise zu entdecken. Hier lernen sie, sich in eine themenorientierte Gruppe einzubringen, Spielregeln zu beachten und Pflichten nachzukommen.

Wir bieten verschiedene, wechselnde pädagogische Gruppenangebote, teilweise auch stationsübergreifend an. Die Gruppen wechseln thematisch und auch werden situationsgerecht geplant. Eine Ausnahme ist die Sportgruppe, die jeden Montag statt findet (12B).

Die Teilnahme wird entweder individuell mit den Jugendlichen abgesprochen oder die Angebote sind für alle verbindlich. Z.Zt. finden z.B. Kreativangebote (individuell), Backangebote, Aktivgruppe (Ausflüge, Kulturelle Aktivitäten), Entspannungsgruppen statt.

Am Donnerstag findet die sogenannnte Stationsversammlung statt, auf der alle jugendlichen Patienten gemeinsam mit den Mitarbeitern die Abläufe der nächste Woche planen. Hier wird den Patienten auch Raum für Kritik und Anregungen bezüglich des Miteinanders auf der Station gegeben.

Pflichtveranstaltungen für alle Patienten, die dazu in der Lage sind, sind Ferienausflüge, zum Beispiel zum Schlittschuhlaufen, ins Kino, zu Ausstellungen, Sternwarte oder Ähnliches. Bei der Planung werden die Jugendlichen beteiligt.

Schule/Ausbildung

Auf dem Klinikgelände befindet sich die Alfred-Adler-Schule, eine städtische Schule für Kranke, wo speziell ausgebildete Lehrer in kleinen Gruppen unterrichten. Sobald Ihr Kind dazu in der Lage ist, wird es hier am Unterricht teilnehmen, um schulisch voranzukommen. Auch während des Klinikaufenthaltes unterliegen die Patienten der Schulpflicht. Sollte Ihr Kind noch keinen Ausgang haben, kann es am stundenweise von den Lehrern durchgeführten Stationsunterricht teilnehmen.
Auch Berufsschüler besuchen unsere Schule!

Das Lehrerteam hofft auf Ihre Mitarbeit und ist unter der Telefonnummer 0211 5669-5041 erreichbar.
In der Schule sitzt auch die Redaktion einer preisgekrönten Schülerzeitung, der "Krass" und von drei hoch interessanten Büchern über die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, während des stationären Aufenthaltes eine externe Schule, zum Beispiel die Heimatschule zu besuchen.

Für Patienten, die nicht mehr schulpflichtig sind, stehen verschiedene Bereiche der Arbeitstherapie (AT) zur Verfügung. Hier können gezielt berufliche Interessen, Fähigkeiten sowie Belastbarkeit überprüft werden. Für regelmäßigen Schul- beziehungsweise Arbeitstherapiebesuch gibt es als kleine Belohnung am Freitag Nachmittag den so genannten "Schülerausgang", das heißt einen verlängerten Ausgang zur Förderung sozialer Kompetenzen. Dieser sollte möglichst mit eigenem Freizeitinteresse gestaltet und nicht zu Hause verbracht werden.

Alfred-Adler-Schule

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Geld / Wertgegenstände

Für Wertsachen sowie Bargeld können wir leider keine Haftung übernehmen. Deshalb sollten bitte keine wertvollen Sachen mitgebracht werden. Für die Deponierung von Wertgegenständen stellen wir einen kleines Schließfach zur Verfügung.

Schlusswort

Zum Abschluss möchten wir Sie ermutigen, den Klinikaufenthalt Ihres Kindes nicht (nur) als eine Belastung oder Krise zu interpretieren, sondern als eine Zeit, die Ihnen und Ihrem Kind die Chance zu neuen Entwicklungen eröffnet und zur Überwindung von Problemen beitragen kann. Wir als Team werden unser Möglichstes dazu beitragen, die Behandlung Ihres Kindes erfolgreich zu gestalten. Für die Klärung von Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Anschrift

LVR-Klinikum Düsseldorf -
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Station 5112 (Station 23 A)
Bergische Landstraße 2
40629 Düsseldorf