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Station 5110 - (23 B) in Haus 23

Kinderstation

Auf der Kinderstation werden bevorzugt Kinder bis zum 14. Lebensjahr behandelt. Das Behandlungsteam aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeitern, Krankenpflegekräften, Erziehern, Kunsttherapeuten und Musiktherapeuten bemüht sich, in Abstimmung mit den Sorgeberechtigten, die Aufenthaltsdauer der Kinder so kurz wie möglich zu halten.

Wir bieten eine umfassende, auf das Kind abgestimmte, Diagnostik rund um die Uhr an. Mit unseren acht Behandlungsplätzen versorgen wir auch Kinder, die in akuten Notfällen den besonderen Schutz unseres stationären Rahmens brauchen. Für diese Notfälle sind wir für das Stadtgebiet Düsseldorf und für den gesamten Kreis Mettmann rund um die Uhr zuständig.

Die Verhaltensprobleme der Kinder sehen wir immer im Kontext der Familie, so dass ein großer Teil der Arbeit auf der Kinderstation ebenfalls der Unterstützung der Eltern im Umgang mit ihren Kindern gilt. Dabei stimmen wir uns in regelmäßigen Treffen sehr eng mit den Sorgeberechtigten ab und wirken darauf hin, die Stärken der Eltern und die kreativen Kräfte der Kinder, häufig neu, entdecken lernen.

Wir gehen multimodal, also auf vielfältige Art und Weise vor und passen das Behandlungskonzept gemeinsam mit den Eltern oder Sorgeberechtigten und in Absprache mit den Kindern genau auf das einzelne Kind ab. In der pädagogischen und therapeutischen Arbeit wird nicht nur die sprachliche Ebene genutzt. Vieles wird kindgerecht auf spielerische und kreative Art und Weise angegangen und vermittelt.

Wie auf allen Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, begleiten wir die Kinder und Eltern, möglichst schon vor der stationären Aufnahme, im Rahmen der Bezugspflege. Ein Bezugsmitarbeiter und ein Vertreter sind, neben dem Stationsarzt, die Hauptansprechpartner und Begleiter während der gesamten Behandlungsdauer.

Das auf die Kinder individuell abgestimmte Therapieprogramm kann unter anderem folgende Therapieformen umfassen:

  • Einzel- und Gruppengesprächspsychotherapie,
  • Spieltherapie,
  • Kunsttherapie,
  • Musiktherapie,
  • Familientherapie,
  • andere systemische Therapien,
  • Soziotherapie,
  • verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppenangebote,
  • Autogenes Training,
  • progressive Muskelrelaxatation,
  • pädagogische Einzel- und Gruppenarbeit, wie zum Beispiel Koch- und Sportgruppen,
  • Kreativ- und Laufgruppen
  • oder die so genannte Stationsversammlung
  • und Anderes.

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Die Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes fördern die positiven Ressourcen der Kindergruppe durch adäquate Interventionen und gruppenpädagogische Angebote. Die Kinder lernen so die Kräfte und Möglichkeiten ihrer Peergroup (Gleichaltrigengruppe) kennen und schätzen.

Sie leben während des stationären Aufenthaltes auf einer kindgerecht gestalteten Station, die die Kinder durch ihr Zutun, zum Beispiel in der so genannten Kreativgruppe, mitgestalten und verändern können.
Auf der großzügig angelegten Station, mit großem Flur, Spiel- und Wohnzimmer, haben die Kinder viel Platz, ein angemessenes Miteinander zu erlernen. In den Zweibettzimmern finden sie einen Rückzugsraum, der ihnen eine Besinnung auf sich selbst ermöglicht.
Der Garten mit den Spiel- und Klettergeräten, der Sportplatz und der angrenzende Wald bieten viel Raum für bewegungsintensive Spiele und Unternehmungen.

Der regelmäßige Schulbesuch der Kinder, auch während der Behandlungszeit, wird durch eine Dependance der "Schule für Kranke" auf dem Klinikgelände gewährleistet. Die Schule kann quasi als "Minigesamtschule" für Kinder aller Schulformen ein angemessenes Lernangebot entwickeln. Schule und Station arbeiten dabei eng zusammen.

Die Schüler haben im Rahmen des Unterrichts die bundesweit bekannte Schülerzeitung "Die Klapse", entwickelt. Der Nachfolger "Krass" ist hier zu finden. Gemeinsam mit Lehrern, Ärzten, Therapeuten, anderen Mitarbeitern und den Kindern mit ihren vielen Beiträgen, sind zudem mehrere Bücher zum Umgang mit psychischen Verhaltensstörungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, die auch von "Laien" gut zu lesen sind, veröffentlicht worden.
In regelmäßigen Abständen gehen die Kinder während der stationären Behandlung zu so genannten "Belastungserprobungen" nach Hause. Hier können neu erlernte Verhaltenweisen ausprobiert und an die häusliche Situation angepasst werden. Es ist uns wichtig, dass die Kinder ihre sozialen Bezüge behalten.

Neben den Eltern dürfen Verwandte, Bekannte und Freunde, nach Rücksprache mit dem Stationspersonal, gerne zu Besuch auf die Station kommen. Einen genaueren Überblick der Abläufe und Regeln auf der Station bekommen Sie über unser Informationsblatt (wird auf der Station ausgehändigt) und die Tabelle mit der Wochenübersicht.

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Für Rückfragen stehen wir gerne jederzeit auch telefonisch unter der Nummer:
0211 922-4520
Wir danken für Ihr Interesse an unserer Arbeit!

Anschrift

LVR-Klinikum Düsseldorf
Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Station 5110 (Station 23B)
Bergische Landstraße 2
40629 Düsseldorf