Zum Inhalt springen

Medizinische Reha Haus 43

Haus 43 ist eine medizinische Rehabilitationseinrichtung des LVR-Klinikums Düsseldorf. Die Einrichtung verfügt über zehn Behandlungsplätze. Aufgenommen werden Männer und Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren. Zur Einrichtung gehört darüber hinaus eine Trainingswohngemeinschaft mit zwei Plätzen. Haus 43 bereitet die Bewohner auf ein selbstständiges Leben mit weniger Betreuung vor. Das Angebot richtet sich an psychisch kranke und behinderte Menschen, die keine Behandlung im Krankenhaus benötigen, aber einen größeren Rehabilitationsbedarf haben, als ihnen in den sonstigen Einrichtungen des psychiatrischen Versorgungsnetzes angeboten werden kann.

Aufnahmekriterien

Um in Haus 43 aufgenommen zu werden, müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Bereitschaft zur ärztlichen Behandlung und zur Integration in die Wohngruppe
  • Belastbarkeit für die Beschäftigung in einer Arbeitstherapie regelmäßige Teilnahme an den therapeutischen Aktivitäten im Haus Verzicht auf Suchtmittel (Alkohol, Drogen, Spielen, Medikamente etc.)
  • Voraussetzung für die Aufnahme in unsere Einrichtung, ist die Genehmigung des Antrages auf Kostenübernahme durch den zuständigen Rentenversicherungsträger, das Jugendamt oder den LVR.

Ausschlusskriterien

Eine Aufnahme in die Übergangseinrichtung kann nicht erfolgen, bei

  • Suchtproblematik oder aktuellem Suchtmittelmissbrauch
  • latenter oder akuter Suizidalität
  • schwerer geistiger Behinderung
  • neurologischen Störungen als Folge von Hirnerkrankungen

Aufnahmeverfahren

Nach einem unverbindlichen Informationsgespräch und Besichtigung der Wohngruppe ist ein Vorstellungsgespräch und eine schriftliche Bewerbung vorgesehen. Seitens der Klinik werden zudem Arzt- und Sozialberichte eingeholt.

Nach oben

Ziele und Aufenthaltsdauer

Haus 43 schafft psychisch erkrankten oder behinderten Menschen Freiräume und ermöglicht den Bewohnern, eigene Ziele zu setzen, Fähigkeiten zu erkennen und neue Möglichkeiten aufzuzeigen.
Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel zwischen 9 und 24 Monaten. Die ersten 8 Wochen des Aufenthaltes gelten als Probezeit und dienen als Belastungserprobung und Feststellung der Rehabilitationsbereitschaft.
Nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" ist es das Ziel, dass die Bewohner von Haus 43 langfristig weitestgehend unabhängig von Unterstützung eigenverantwortlich leben können.

Dazu werden folgende Bereiche gefördert:

Im sozialen Bereich

  • regelmäßige, sinnvolle Beschäftigung bzw. Tagesstruktur
  • Selbstversorgung sowie Gestaltung und Erhaltung des eigenen und gemeinschaftlichen Wohnbereiches
  • Bewältigung von Behördenangelegenheiten
  • kreative Fähigkeiten, auch im Hinblick auf die Freizeitgestaltung
  • verantwortungsvoller Umgang mit Geld
  • Hilfe bei einer altersgerechten Ablösung vom Elternhaus und beim Umgang mit Konflikten in der Familie

Im emotionalen und kognitiven Bereich

  • Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Grenzen (Bedürfnis nach Nähe/Distanz, Abgrenzung, Angstabbau, Konfliktbewältigung)
  • kritische Selbstreflexion
  • emotionale Stabilität
  • Konzentrationstraining
  • Weiterbildung

Im medizinischen Bereich

  • Weiterführung der medizinischen Behandlung
  • regelmäßige Blutbildkontrollen
  • Selbstverantwortliche Einnahme von Medikamenten
  • Aufklärung über die eigene Diagnose/Erkrankung
  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Beratung über eine weiterführenden Behandlung
  • Sporttherapie

Im beruflichen Bereich

  • Arbeitstherapie, Arbeitsdiagnostik, Arbeitstraining
  • Praktikum im gewünschten Arbeitsbereich
  • Nachholen von Schulabschluss
  • Einstieg in die Berufsausbildung
  • Umschulung oder Berufsfindungsmaßnahmen
  • die Entscheidung für ein beschütztes Arbeitsfeld, z.B. Werkstatt für angepasste Arbeit oder
  • Aufnahme einer Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt

Die zukünftige eigene Wohnsituation

  • Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten mit dem Ziel weitgehender Selbstversorgung im Alltag wie Einkaufen, Kochen, Wäsche, Hygiene usw.
  • Suche und Auswahl einer individuell geeigneten Wohn- und Lebensform, die sich an den Aufenthalt in der Übergangseinrichtung anschließen soll (z.B. eigene Wohnung, betreute Wohngemeinschaft oder Wohnheim)