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Kompetenznetz Schizophrenie

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Forschungsschwerpunkte

Das Kompetenznetzes Schizophrenie (KNS) ist ein bundesweiter Forschungsverbund, der seit 1999 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Primäre Zielsetzungen des KNS sind die Optimierung der Früherkennung und -behandlung, der Akut- und Langzeittherapie sowie der Rehabilitation schizophrener Störungen. Zur Umsetzung dieser Ziele wurden im Kompetenznetz Schizophrenie seither unter Kooperation von etwa 50 Forschungsinstitutionen, Kliniken der Routineversorgung und Praxenverbünden annähernd 30 inhaltlich und methodisch eng aufeinander abgestimmte Forschungsprojekte durchgeführt (http://www.kompetenznetz-schizophrenie.de/). Die Koordination des Netzes obliegt dem Vorstand gemeinsam mit der am LVR-Klinikum Düssedorf angesiedelten Netzwerkzentrale.
Das Netz zählt zu den neun ersten von inzwischen 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die jeweils krankheitsspezifische Kompetenzen aus Forschung und Versorgung zusammenführen sollen, um der Forschung unmittelbare Impulse aus der Versorgung zu geben und neue Forschungsergebnisse rascher in die Versorgungspraxis zu transferieren. Hierzu sollen langfristige Kommunikations- und Kooperationsstrukturen etabliert werden, wobei auch die Verbände des Gesundheitswesens, medizinische Fachgesellschaften, Kosten­träger, Betroffene, Angehörige und pharmazeutische Unternehmen einbezogen werden. Daher sollen die Kernstrukturen des Netzes auch nach Ablauf der öffentlichen Förderung aufrecht erhalten bleiben.
Nachdem die vom Kompetenznetz seit dem Jahr 2000 durchgeführten Langzeitstudien im Jahr 2006 abgeschlossen wurden, diente die letzte vom BMBF bewilligte Förderperiode bis zum Jahr 2011 insbesondere dazu, den Transfer der Forschungsergebnisse in die Versorgung zu befördern (z.B. durch Publikation von Praxismanualen und Organisation der alle zwei Jahre stattfindenden European Conference on Schizophrenia Research) und die strukturellen Grundlagen des Kompetenznetzes zu festigen. Daneben wird das Kompetenznetz selbstverständlich auch weiterhin die Koordination und Durchführung von klinischen Studien wahrnehmen, die dann jedoch mit unabhängig vom BMBF einzuwerbender Förderung durchzuführen sind.

Aktuelle Projekte

Koordinierung des Kompetenznetzes Schizophrenie (BMBF-Förderung 01GI9932, 01GI0232, 01GI0532)

Ausgewählte Publikationen (nur Netzwerkzentrale)

  • Wölwer W, Buchkremer G, Häfner H, Kloster­kötter J, Maier W., Möller H-J, Gaebel W (2003). German research network on schizophrenia. Bridging the gap between re­search and care. Eur Arch Psy­chiatry Clin Neu­rosci 253: 321-329
  • Weßling A, Wölwer W, Rummel Chr., Köhn D, Wagner M, Schröter A, Mayenberger M, Gaebel W (2006). Telefon-Hotline als nieder­schwelliges Angebot für Fragen zur Schizophrenie. Nervenarzt 77, 1105-1110
  • Wölwer W., Baumann A., Bechdolf A., Buchkremer G., Häfner H., Janssen B., Klosterkötter J., Maier W., Möller H.J., Ruhrmann S., Gaebel W. (2006) German Research Network on Schizophrenia - Impact on the Management of Schizophrenia.
    Dialogues in Clinical Neuroscience 8, 115-121.

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