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Kommunale Einbindung / Versorgungsbereiche

Allgemeine Informationen

Das LVR-Klinikum Düsseldorf ist zugleich psychiatrisch-psychosomatisch-psychotherapeutische Fachklinik und Universitätsklinik mit Aufgaben in Forschung und Lehre. Träger der Klinik ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Im Jahr 1876 als Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt gegründet, ist die Klinik seit 1907 mit der Akademie für Praktische Medizin bzw. ihren Nachfolgeinstitutionen, heute der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vertraglich verbunden.

Das LVR-Klinikum Düsseldorf nimmt die psychiatrisch-psychotherapeutische Pflichtversorgung für 520.000 der insgesamt 600.000 Einwohner der Stadt Düsseldorf wahr (ausgenommen sind die nördlichen Stadtteile Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lichtenbroich, Lohausen, Stockum und Unterrath). Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie versorgt neben dem Stadtgebiet Düsseldorf auch den Kreis Mettmann.

Die Aufgaben des LVR-Klinikums Düsseldorf

  • ärztliche, pflegerische und medizinisch-rehabilitative Leistungen, die sie durch stationäre, teilstationäre, vor- und nachstationäre sowie ambulante Behandlungen erbringen, Krankheiten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern
  • die Wahrnehmung von Aufgaben in Forschung und Lehre
  • die Wahrnehmung von Aufgaben in der ärztlichen Weiterbildung
  • den Betrieb für das Krankenhaus notwendiger Ausbildungseinrichtungen
  • den Vollzug von Maßregeln der Besserung und Sicherung

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Pflichtversorgung in der Stadt Düsseldorf

Grafik: Eine Karte, die das Versorgungsgebiet der Rheinischen Klinken Düsseldorf zeigt. Dabei erstreckt sich dieses Gebiet von Süd bis Nord von Helerhof bis Rath, und von West bis Ost von Heerdt bis Hubbelrath. Das Versorgungsgebiet ist in drei Sektoren unterteilt. Sektor 1 reicht von Gerresheim bis Rath und von Golzheim bis Hubbelrath. Sektor 2 reicht von Flehe bis Löriek und von Heerdt bis Oberbilk. Sektor 3 reicht von Helerhof bis Flingern und von Himmelgeist bis Unterbach. Im Norden schliesst an Sektor 1 und 2 das Versorgungsgebiet der Diakonie Kaiserswerth an, das von Stockum bis Wittlaer und von Kaiserswerth bis Angermund reicht.
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Sektoren der Psychiatrisch-psychotherapeutischen Pflichtversorgung in Düsseldorf

Seit dem 1. Februar 1998 ist das städtische Pflichtversorgungsgebiet in drei Sektoren mit jeweils zugehörigem Sozialpsychiatrischem Zentrum aufgeteilt (s. Abb.), denen in den allgemeinpsychiatrischen Abteilungen 1 und 2 entsprechende Aufnahmestationen und Tageskliniken zugeordnet sind. Zielsetzung ist die Verbesserung der Behandlungskontinuität, vor allem für Patienten mit wiederholten Klinikaufnahmen.

Eine dezentrale Versorgungseinrichtung ist die an sieben Tagen der Woche geöffnete Tagesklinik Moorenstraße auf dem Gelände des Universitätsklinikums (inkl. Ambulanz und konsiliarärztlichem Dienst).

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Versorgung, Forschung und Lehre: in Düsseldorf eng verzahnt

Durch die enge Verknüpfung zwischen Versorgung, Forschung und Lehre sowie durch das intensive Engagement im Bereich Qualitätsmanagement des LVR-Klinikums Düsseldorf werden wichtige klinische Forschungsergebnisse gewonnen und für die Patienten nutzbar gemacht.

Qualität wird groß geschrieben

Gemeinsam mit dem LVR und den neun weiteren LVR-Kliniken wurde ein systematisches Qualitätsmanagementsystems in Anlehnung an das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) eingeführt. Im Jahr 2006 erhielten das LVR-Klinikum Düsseldorf für ihr Engagement das Zertifikat der "Kooperation für Transparenz und Qualität" (KTQ) und wurde im Jahr 2009 rezertifiziert.

Gegen das Stigma

Ein wichtiger, im Leitbild verankerter Schwerpunkt der Arbeit des LVR-Klinikums Düsseldorf liegt in der Aufklärung der Bevölkerung über Wesen und Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen. Ziel ist es, die Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener und ihrer Angehörigen in der Gesellschaft abzubauen.

Umfassende Einbindung in die Fachwelt

Zum Leistungsangebot und dem öffentlichen Ansehen der Klinik tragen die Wahrnehmung öffentlicher Ämter und Funktion der ärztlichen Leitungen sowie vielfältige sonstige Aktivitäten bei in nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Weitere Engagements

Über viele Jahre hinweg haben sich aus der Klinik heraus Aktivitäten mit wesentlicher Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Dazu zählen die Laienhelferorganisation elan e.V., der Verein a&i Arbeit und Integration e.V. als Träger einer Integrationsfirma (Betrieb der Klinik-Cafeteria) und von Integrationsmaßnahmen im Auftrag des Arbeitsamtes, die Nervenärztliche Gesellschaft Düsseldorf e.V. als Zusammenschluss von niedergelassenen Psychiatern/Nervenärzten und Klinikärzten, die Alzheimer-Gesellschaft sowie die als Elterninitiative geführte Tageseinrichtung Kicherbohne e.V.

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